Spirituelle Astrologie und Numerologie - Helga Biebers
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Saturn im Skorpion - Saturn der Planet des Karma

Saturn im Skorpion

Durch Schmerz und Kummer erinnert die Natur die Seele daran, dass die Freude, die sie genießt, nur ein schwacher Hinweis auf die wirkliche Wonne des Daseins ist.

Jedem Schmerz, den wir erfahren, und jeder Qual liegt geheimnisvollerweise eine Flamme der Verzückung zugrunde, mit der verglichen unsere größten Freuden nichts als schwache Funken sind.

Dieses Geheimnisses wegen üben die großen Prüfungen, die Leiden und die erschütternden Erfahrungen des Lebens, die unser irritierbarer Verstand verabscheut und meidet, Anziehungskraft auf die Seele aus.

Sri Aurobindo

 

Saturn ist der Planet des Karma, und er ist ein Planet von schlechtem Ruf.

Sein stumpfes Blei gefällt uns nicht, und Alchemisten früherer Zeiten versuchten, durch chemische Prozesse sein Blei in Gold zu verwandeln.

Heute wissen wir, dass sich die alchemistische Transformation in unserem Innern vollzieht. Wenn unser Geist und unsere Seele golden geworden sind, können wir aus dem Rad der Wiedergeburten aussteigen.

Die Buddhisten sprechen dann von der diamanten Seele, dem Zustand vollkommener geistiger Klarheit. 

Wir sagen, dass ein Mensch ein goldenes Herz hat, wenn die Liebe zu seinen Mitmenschen aus seinen Augen strahlt, wenn er großzügig ist, wenn er das Bewusstsein darüber hat, dass die unermesslich große Liebe Gottes auch in ihm wohnt und dass er diese spendende Fülle kosmischer Liebe selbstlos an andere weitergeben darf.

Da, wo Saturn im Geburtshoroskop steht- nach Zeichen, Haus und Aspekten - verlangsamt er unsere Entwicklung, zumindest erscheint es uns so, und er lässt uns die schmerzhaftesten Erfahrungen machen, die zu unserem Entwicklungsweg dazu gehören.

So erleben wir Saturns Lektionen meist als etwas Unangenehmes und versuchen, seinem Druck auszuweichen, denn wir erinnern uns im Normalfall nicht an diese belastenden Dinge aus früheren Inkarnationen, die unser Höheres Selbst uns für den aktuellen Lebensweg auferlegt hat.

Würden wir Menschen uns verhalten wie Mäuse, Ratten oder Schimpansen im Versuchslabor, so wären wir lediglich triebgesteuerte Wesen, die ununterbrochen nach Lust streben (das, was die Verhaltensforschung 'Positive Verstärkung' nennt ) und ebenso würden wir ständig versuchen, Unlustgefühlen ( Negative Verstärkung) auszuweichen.

Die Verhaltensforschung baut auf dem S-R- Schema auf, S = Stimulus, auslösender Reiz und R = Reaktion auf den Reiz.

Zur positiven Verstärkung gehört z.B. der Lustgewinn beim Essen und Trinken, bei schöpferischer Arbeit oder bei sexueller Betätigung, aber auch Lob, Anerkennung, Erfolg, Bestätigung im weitesten Sinne gehört dazu, einfach alles, was uns angenehm ist, es ist das, was sich die Person wünscht, die wir darstellen.

Negative Verstärkung erfolgt durch Schmerz, durch Unlustgefühle wie Hunger und Durst, Missachtung, Ausgeschimpft-Werden, Warten Müssen u.ä., also durch Frustration im weitesten Sinne. Erfahrungen, denen wir ausweichen möchten und das zum Teil auch reflexhaft tun.

Lernen Versuchstiere im Labor eine bestimmte Taste zu drücken, durch die angenehme Erfahrungen ausgelöst werden, so tun sie das ununterbrochen, manchmal bis zur äußersten Erschöpfung und sogar bis zum Tod. Dabei reicht es bereits, dass bestimmte Gehirnareale gereizt werden, die für die entsprechenden Empfindungen zuständig sind.

Doch wir Menschen sind mehr als ein animalisches, triebgesteuertes Wesen. ( Siehe auch mein Text 'Unser Leib- Spiegel der kosmischen Ordnung'!)

Zwar funktioniert auch unsere Physiologie entsprechend dem S- R- Schema, z.B. bei einem Kältereiz wird Gänsehaut ausgelöst. Haben wir Hunger , so ' läuft uns das Wasser im Munde zusammen' beim Anblick von leckerem Essen, Speichelfluss wird also reaktiv ausgelöst. Durch adäquate sexuelle Stimulation wird eine sexuelle Reaktion ausgelöst... Aber das war's dann auch schon mit unserem animalischen Wesen, mit unserer Triebnatur.

Das eigentlich Menschliche beginnt außerhalb und oberhalb unserer natürlichen reflexhaften Reaktionen.

Wir haben einen Körper - wer ist dieses ' wir? - , wir bewohnen diesen Körper und wir verwenden diesen Leib, in dem die Weisheit einer äonenlangen Entwicklung der Natur lebendig ist, doch der Mensch ist wie kein anderes Lebewesen in der Lage, seinen Körper durch den Geist und seinen Willen zu lenken und zu beherrschen.

Ein Tier folgt instinktgesteuert seinen natürlichen Trieben zum Zwecke der Selbsterhaltung - dazu gehört Nahrungsaufnahme, Schutz suchen, Flucht oder Angriff oder Unterwerfungsgeste bei Gefahr, je nachdem, was in der gegebenen Situation das Sinnvollere ist - , und es pflanzt sich fort zum Zweck der Arterhaltung, ein Tier zieht instinktgesteuert seine Jungen auf, nährt sie und schützt sie vor Feinden bis zur Reife, doch der Mensch hat die Freiheit der Wahl.

Das Tier hat keine andere Wahl, es hat nicht die Freiheit der Entscheidung. Es führt das aus, was die Natur in ihm fordet.

Tiere und Pflanzen leben noch in der Einheit mit Gott. Sie haben kein Bewusstsein von dem, was sie selber sind.

Der Mensch ist aus der ursprünglichen Einheit mit Gott herausgefallen , und jeder von uns ist auf dem Weg zurück zu Gott, mehr oder weniger weit, zurück ins Licht des reinen Geistes.

Wenn wir dereinst am Ziel ankommen, wird unser wahres Wesen bereichert sein durch die Erfahrungen der vielen aufeinander folgenden Inkarnationen.

Der Mensch ist ein Geistwesen, das sein Leben nach den Werten und Idealen ausrichten kann, die er für sich als erstrebenswert ansieht.

Unsere wichtigste Entwicklung vollzieht sich durch moralische und ethische Werte,

Der Mensch kann auf Sexualität verzichten, wenn er dies aus moralischen und ethischen Gesichtspunkten ablehnt, entweder in bestimmten Situationen oder generell als innere Lebenshaltung.

Der Mensch kann so sehr veredelt sein, dass er darauf verzichtet, sich gewaltsam zu verteidigen, sogar dann, wenn er existentiell bedroht wird. Er kann auch auf den Konsum von unterhaltsamen Krimis verzichten oder auf die anderen tausenderlei Ablenkungen, die unsere Welt bereit hält, um von den wirklich wichtigen Fragen des Daseins abzulenken, oder auf Flugreisen in Länder mit angenehmem Klima, um die empfindliche Ozonschicht zu schützen, die unsere Erde umgibt und die das Leben auf der Erde erst ermöglicht hat, er / sie kann auch auf die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben freiwillig verzichten und sich in die Abgeschiedenheit z. B. eines Klosters zurückziehen, und er/ sie kann auf Nahrung verzichten, aus gesundheitlichen Gründen, etwa zur Reinigung des Körpers oder zum Zweck der Gewichtsreduktion.

Wie sehr sich der Körper der Herrschaft des Geistes als der höheren menschlichen Instanz unterwirft, kann man beim Fasten erkennen.

Spätestens am dritten Fastentag stellt der Körper das Hungergefühl ein und stellt sich um. Dann holt er sich die notwendige Lebensenergie aus dem Kosmos. Dies ist für den Kundigen messbar und nachvollziehbar an den Fingerspitzen, z.B. durch ein Federpendel oder darstellbar durch die Kirlian-Fotographie.

Ein Hochgefühl stellt sich ein, manchmal bis hin zum Erleuchtungszustand, auch wird der Mensch wacher, er benötigt weniger Schlaf.

Dieser Effekt kann auch bei großen körperlichen Anstrengungen auftreten, also in Situationen, in denen der Körper deutlich mehr Energie verbraucht, als ihm zugeführt wird.

Von Marathonläufern, von Bergsteigern oder von Triathlon- Sportlern ist bekannt, dass viele von ihnen in einen High-Zustand gelangen. Ein Tier würde nicht freiwillig auf Nahrung verzichten.

Wir Menschen sind also keine trieb- und instinktgesteuerten Wesen, auch wenn wir einen Leib bewohnen, der - wie der Körper von Tieren - Schmerz und Lust empfinden kann.

Unser Körper hat kein Eigenleben, er führt das aus, was der Mensch, das geistige Wesen, ihm befiehlt.

Ein höherer Anteil unseres Wesens hat sich diesen Körper aufgebaut für die Reise durch Raum und Zeit.

Daher hält der Körper auch immer zum Menschen, da er nur durch den Geist belebt wird.

Das gilt auch umgekehrt:

Wenn Geist und Seele eines Menschen müde geworden sind, etwa im Alter, oder wenn der Mensch der Überzeugung ist, dass sich sein Leben nicht mehr lohnt, etwa, dass er seine Seelenziele nicht mehr erreichen kann, dass er sich schuldig gemacht hat oder dass er Wichtiges versäumt hat, das nicht mehr nachzuholen ist oder wenn er Trauer über den Verlust geliebter Menschen nicht überwinden kann, so gibt der Körper auf. Dann holt er sich eine todbringende Krankheit, meistens eine Infektionskrankheit, oder es gibt einen tödlichen Unfall durch Unachtsamkeit oder der Körper gibt einer Krebszelle die Information, sich ungebremst zu vermehren, um den übrigen Zellen die Lebensenergie zu entziehen.

Das Ziel ist es, Geist und Seele des Menschen freizusetzen und ihn wieder vom Körper zu befreien, damit er in einer neuen Inkarnation die Chance erhält, nach einer höheren Form des Daseins zu streben.

Der kurze Exkurs in die Verhaltenstheorie war notwendig, um aufzuzeigen, dass wir keine niedrigen, instinktgesteuerten Wesen sind, sondern Geistwesen, die ihr Leben bewusst nach höheren Prinzipien ausrichten können. Vor allem sind wir in der Lage, freiwillig auf bestimmte Dinge zu verzichten oder unangenehme Lebensumstände zu ertragen, wenn unser Gewissen oder unsere moralische Einstellung das verlangen.

Nach der Weisheitslehre des Tyrkreises wird die Dreiteilung des Menschen durch das Schütze-Zeichen , den Zentauren, symbolisch ausgedrückt, wobei das Pferd, auf dem der Mensch sitzt, für die animalische Natur des Menschen steht.

Aus dieser Triebnatur bezieht er seine Kraft.

Der Mensch, der auf dem Pferd sitzt ( bzw. der lenkt und den Tierleib dirigiert ) , steht symbolhaft für das bewusste Selbst, für unser bewusstes Ich, das entscheidet, für welche Ziele die Lebensenergie eingesetzt wird.

Der Pfeil, den der Schütze abschießt, steht schließlisch symbolisch für das höhere geistige Ziel, für moralische, ethische Prinzipien, für Ideale, für die Suche nach dem Göttlichen hier auf Erden, für spirituelle, religiöse Ziele uvm.

Sigmund Freud hat eben diese Dreiteilung des Menschen auch erkannt und ihr in seinem Persönlichkeitsmodell die Bezeichnung ES, Ich und Über-Ich gegeben.

Auch sprach Freud von Sublimierung von Lebensenergie, die er Libido nannte.

Sublimierung dumpfer, unbewusster - animalisher- Energie kann künstlerisch erfolgen, vor allem aber durch Ausrichtung auf höhere Werte, durch spirituelle Verfeinerung, durch Veredelung unseres Wesens.

Auch in dem Märchen ' Die kleine Seejungfrau' von Hans Christian Andersen erscheint diese Dreiteilung vom tierhaften, animalischen Wesen ( Fisch) zum leidenden Menschen, der ein hohes Liebesideal lebt und selbstlos auf den eigenen Vorteil verzichtet, dadurch eine Transformation erlebt und aufsteigt zu einem unsterblichen Wesen.

Zurück zum Saturn.

Bewusste Einschränkung und Beschränkung ist die Essenz des Planeten Saturn.


Seine eigentliche Energie könnte man auch als Beschränkung auf das Wesentliche bezeichnen, auf das Konzentrat der Dinge.

Vor allem bewusster Verzicht auf das Streben nach Lust im weitesten Sinne und nach dem persönlichem Vorteil, auf das 'Haben Wollen' -  in welcher Form auch immer - ist Merkmal desPlaneten Saturn, Verzicht auf das Ausleben unserer unbewussten, instinktgesteuerten Triebnatur.

Auch das Tragen und Ertragen von Lebensumständen, die uns zunächst unangenehm erscheinen, ist ein zentrales Saturn-Thema.

Beim Planeten Saturn beginnt erst das eigentlich Menschliche, insofern das wahrhaft Menschliche beim Streben nach höheren Werten, nach geistigen Zielen, nach Idealen, nach spiritueller Ausrichtung beginnt, bei der Gewissensbildung ganz allgemein.

Nur durch geistiges Wachstum gelangt die Notwendigkeit saturnaler Erfahrung, also Verzicht, in unser Bewusstsein.

Durch Arbeit am eigenen Geburtshoroskop kann die eigene Saturn-Position bewusst gemacht werden, auch die Position des Steinbock-Zeichens im Gefüge des eigenen Häusersystems, eventuell können zusätzliche therapeutische Maßnahmen wie Reinkarnationstherapie, Rückführungen, geführte Meditationen oder ähnliche Methoden hilfreich sein und den Bewusstwerdungsprozess weiter vorantreiben.

Diese Techniken können helfen, alte verkrustete Strukturen früherer Erfahrungen aus zurückliegenden Inkarnationen, die uns geprägt haben, bewusst zu machen, zu verstehen und in das jetzige Leben zu integrieren, denn diese prägenden Erlebnisse sind nicht nur in unserem Geburtshoroskop abgebildet ( Evolutionäre Astrologie oder Karma- Astrologie), sondern sie sind auch in jeder unserer Körperzellen gespeichert und in den 64 Strängen unserer DNS- Struktur verankert.

Dies ist einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Pilgerpfad des spirituellen Suchers: die Versöhnung mit dem eigenen Lebensweg.

Das Wissen um zurückliegende Inkarnationen ist kein Selbstzweck, es dient lediglich dazu, das jetzige Leben bewusster zu gestalten und vor allem die saturnalen Beschränkungen anzunehmen.

Denn in Wirklichkeit ist Saturn unser liebevoller, wenngleich äußerst strenger Lehrer. Er bestraft nicht.

Es gibt keine strafende Gottheit außerhalb von uns selbst. Wenn es eine Instanz der Strafe gibt, so ist dies unser eigenes Gewissen, das auch unsere innere Führung genannt werden könnte.

Saturn verkörpert das kosmische Gesetz der ausgleichenden Gerechtigkeit, weshalb er auch den Namen trägt: Der Planet des Karma.

Wir erfahren und erleben über Saturn Wirkungen an Körper, Geist und Seele, für die wir früher selbst die Ursache gesetzt haben: durch Worte, Gedanken, Gefühle und Handlungen.

Karmisch Belastendes beginnt in unseren Gefühlen, die wir nicht unter Kontrolle haben, und im nächsten Schritt in unseren Gedanken, die sich verdichten, wenn wir sie aussprechen und die dann schließlich zur Tat drängen.

Jede Handlung, die segenbringende ebenso wie die zerstörerische, beginnt in unseren Gefühlen und Gedanken, weshalb es so wichtig ist, achtsam damit umzugehen, nichts Verletzendes auszusprechen, und dunkle Gefühle wie Neid, Rache, Gier, Eifersucht o.ä. ins Bewusstsein zu bringen und im nächsten Schritt dann zu kontrollieren, zu beherrschen und schließlich zu überwinden. 

Der Kosmos straft also nicht, er sorgt ganz neutral für einen Ausgleich.

Saturn im Radix zeigt uns die wichtigste Lernaufgabe an, die wir in dieser Inkarnation zu bewältigen haben, und dies ist immer der direkteste Weg für unsere Seelenentwicklung, wie schmerzhaft auch immer.

Unser Höheres Selbst hat diesen Weg gewählt, dieser vollkommene Anteil unserer Persönlichkeit, der immer unantastbar war und bleibt: Der göttliche Funken in jeder Menschenseele.

Manche spirituellen Schulen nennen diesen Anteil auch das 'ICH BIN', andere unsere Gott-Natur, wieder andere das Atman.

Der Anteil von uns, den wir unsere Persönlichkeit nennen und mit dem sich die meisten Menschen identifizieren, hat dazu keinen Zugang.

Die Person, die wir sind, nach Name, körperlichem Erscheinungsbild, Beruf, Familienstand usw. ist eine vorübergende Manifestation unseres höheren wahren Selbstes. ( Ein Extra-Artikel über unsere verschiedenen Selbste - Kausal-Leib, Mental- Leib, Astral-Leib und Physischer Leib erscheint im Rahmen meines Astromedizin-Buches).

Saturn lässt uns keinen Fehler durchgehen, er lässt uns 'nachsitzen' und die 'Klasse wiederholen' im Rad unserer Wiedergeburten, solange bis wir unsere Lektionen gelernt haben.

Jedoch: an der Erfüllung der saturnalen Aufgaben reift die Seele.

Wenn wir uns der Aufgabe stellen, die Saturn uns auferlegt, so entwickeln wir unsere besten Seiten, und es entsteht die diamantene Seele.

Diamanten sind die härteste uns bekannte natürliche Materie, sie entstehen durch äonenlangen Druck, und sie sind vollkommen klar und durchscheinend. A

Am Ende der Entwicklung der Materie steht Klarheit, diamantene Klarheit, und am Ende unserer Seelenentwicklung steht ebenfalls vollkommene geistige Klarheit.

Saturn macht Druck. Und er zwingt uns, innezuhalten und genau auf das zu schauen, was unserer Seelenentwicklung dient.

Dies erleben wir als Verlangsamung, als Hemmung.

Jedoch: Tragen und Ertragen ! lautet Saturns Botschaft.

Weichen wir diesem Druck nicht mehr aus, so erzieht er uns vor allem bei einer Sonne-Saturn-Verbindung zu Verantwortung und Pflichterfüllung, zu Arbeit und Fleiß, zu Belastbarkeit, zu Zuverlässigkeit und Disziplin, zu Pünktlichkeit, zu Durchhaltevermögen, zu Treue und Festigkeit.

Dies sind Eigenschaften, die uns letzlich mehr Glück bringen als jupiterhafte Lebensphasen. Wenn Jupiter sein Füllhorn über uns ausschüttet, so neigen wir dazu, diese Lebensphase auszukosten und zu genießen, wir möchten uns nicht mit Gedanken daran beschäftigen, was mit uns geschieht, wenn dieser Glückseinfluss wieder endet.

Das saturnale Glück dagegen ist beständig, es steht auf soliden Beinen, und es bringt uns weiter voran. Auch unsere Umwelt schätzt diese Eigenschaften an uns sehr.

Eine Hauptqualität von Saturn besteht darin, dass er uns auf das Wesentliche der Energien aufmerksam macht, die die anderen Planeten unseres Sonnensystems verkörpern. Er bringt das Beste der übrigen Energien hervor.

Man könnte Saturn auch so betrachten, dass er die höchste Autorität innerhalb unseres Sonnensystems verkörpert.

Saturns Position im Radix und seine Aspekte zu anderen Planeten zeigen sowohl die Grenzen der Wirksamkeit der anderen planetaren Energien als auch die Chance, das Wirkungsniveau der übrigen Planeten zu veredeln.

Somit wirkt Saturn aber auch als Gegenspieler aller anderen Planeten, bzw. wir erleben ihn so als Miesmacher und Spaßverderber, solange wir uns dieser Zusammenhänge nicht bewusst sind.

Saturn drängt uns zum Beispiel im Bereich der Kunst bei einer Venus-Saturn- Verbindung, Fertigkeiten und Techniken zu entwickeln und zu vervollkommnen, dies gilt sowohl beim bildnerischen Gestalten- Tonen, Töpfern, Malen, Gärtnern, Schnitzen, Bildhauern u.a. - als auch in der Musik, hier sowohl bei Komponisten als auch bei Interpreten.

Beim Planeten Venus kann man sogar sagen: Venus ist nichts ohne Saturn.

Selbst eine dominante und von Jupiter günstig bestrahlte Venus führt nicht zu kreativer Gestaltung, wohl zu körperlicher Schönheit, leider auch zu Eitelkeit, aber der Geborene empfindet ohne gleichzeitigen Saturneinfluss auf seine Venus seine künstlerischen Talente nicht als Auftrag, wie begabt er auch sein mag. ( Hier gibt es für die Deutung nur eine einzige Ausnahme, wenn Saturn im 5. Haus steht, dem Haus der Schöpferkraft, oder wenn Steinbock an der Häuserspitze zum 5. Haus steht oder wenn Saturn einen starken Aspekt zum 5. Haus bildet.)

Oder Saturn erzieht uns zu Selbstkontrolle und Selbstbeherrschung. z.B. bei einer Mars-Saturn-Verbindung, da auch zu gerichteten, kontrollierten Bewegungsabläufen, beim Sport z.B. beim Tennis oder beim Bogenschießen. Mars-Saturn kann auch Enthaltsamkeit anzeigen.

Bei einer Mond-Saturn-Verbindung führt er uns zu Sparsamkeit und Genügsamkeit und Verzichten-können. Auch wird das Nahrung- Geben als Auftrag empfunden.

Bei einer Merkur-Saturn-Verbindung entsteht strenges, exaktes Denken, das schnell das Wesentliche erfasst und das nichts dem Zufall überlässt. Dies ist ein guter Aspekt für naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten.

Bei einer Jupiter-Saturn-Verbindung kann Saturn festen, unerschütterlichen Glauben an die kosmische Ordnung anzeigen, unabhängig von der jeweiligen religiösen Ausrichtung.

Bei einigen hochentwickelten Seelen steht diese Verbindung für den Auftrag, kosmisches Wissen weiterzugeben, etwa bei Aufklärern, Propheten, Priestern, Verkündern, also bei Menschen, die zwischen Gott und den Menschen vermitteln können. Das Leben dieser Menschen ist nie leicht, jedoch hilft ihnen Jupiter immer, wenn es darum geht, die karmische Last zu tragen.

Jupiter-Saturn-Geborene sind auch diejenigen, die eventuell die Möglichkeit haben, in diesem Leben die letzte Inkarnationsrunde zu beenden.

Jupiter-Saturn-Geborene haben auch oft mit juristischen Dingen zu tun. Das liegt daran, dass Saturn auch der Planet der göttlichen Gerechtigkeit ist, im Gegensatz zu Jupiter, der für menschliche Gerechtigkeit steht. Die menschliche Gerichtbarkeit ist jedoch- im Idealfall - der Spiegel göttlicher Gerechtigkeit. In früheren Kulturen war

 

Letzte Änderung:
December 12. 2018 10:47:29