Spirituelle Astrologie und Numerologie - Helga Biebers
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Jupiter- der Planet des Glücks

- Wir alle sind Wunderkinder -

Es gibt Momente in unserem Leben, da quellen wir über vor Glück. Wir haben das Bedürfnis, die ganze Welt liebevoll zu umarmen, weil wir sie teilhaben lassen möchten an unserem Glück. Es erscheint uns zu groß, als dass wir es fassen könnten.

Glück ist in der Tat ' unfassbar ', es ist etwas Feinstoffliches, etwas Ungreifbares, es entzieht sich einer objektiven Beurteilung. Glück ist eine geistige Energie.

'Glücklich Sein' ist ein Evidenz- Erlebnis, eine innere Wahrheit, die wir nicht wirklich einem anderen Menschen mitteilen können, es sei denn, dieser andere hat etwas ähnliches bereits erlebt. Dann versteht er uns, auch ohne viele Worte, denn das Verstehen setzt Erleben voraus.

Ähnlich wie beim Erleben von Schönheit und Liebe, von Angst oder Schmerz, hat jeder von uns sein ganz und gar eigenes Empfinden von Glück. Glück kann niemand abmessen. „Die inneren Erlebnisse sind wahr an sich selbst. Sie sind nicht mitteilbar." So die Worte des großen Philosophen Wilhelm Dilthey.

Es gibt einen Planeten, der auch der Planet des 'großen Glücks' genannt wird. Dies ist der Planet Jupiter.

Auf geistig- seelischer Ebene sind Gnade, Freude und Glück, Unterstützung, Wohlwollen, Moral, Gerechtigkeit, Glauben und Vertrauen klassische Jupiter-Eigenschaften.

Venus dagegen wird als der Planet des ' kleinen Glücks ' bezeichnet, denn alles, was die Venus hervorbringt, ist vergänglich: Körperliche Schönheit ist eine vorübergehende Qualität, und auch die Pracht der Natur ist dem Kreislauf von Werden und Vergehen unterworfen.  

Venus ist ein schwacher Planet. Nicht einmal im Geburtshoroskop großer Künstler ist Venus der stärkste Planet. Eine dominante Venus führt und verführt zu Eitelkeit und Selbstgefälligkeit.  Die Erkenntnis von Maya, der Täuschung, die - nach Alice Bailey- ein Weltphänomen ist, ist die erste Lektion des spirituellen Suchers. Venus ist Maya- Energie, Sinnbild vergänglicher Schönheit. Jupiter( und ebenso Saturn)  dagegen steht für bleibende Werte. Dies sind in erster Linie moralische und ethische Werte, auch geistig- spirituelle Werte und Glaubensthemen.

Unter den Planeten unseres Sonnensystems nimmt Jupiter eine Sonderstellung ein: Jupiter ist der einzige Planet ist, der mehr Energie aussendet, als er selbst von der Sonne empfängt. Er ist so etwas wie das wohlgeratene Kind unseres Sonnensystems.

Sein Umlauf um die Sonne dauert 12 Jahre.
Somit benötigt er durchschnittlich ein Jahr, um ein Tierkreiszeichen zu durchlaufen. Dabei überträgt er die jeweilige Schwingung, das entsprechende Tierkreis- Prinzip, auf die Erde und drängt uns dazu, es auf dem jeweils höchsten Niveau zu leben. Jupiter verkörpert unsere höheren Ideale.

Numerologisch ist er der Zahl 3 und der heiligen Zahl 12 zugeordnet, die für Vollkommenheit steht. Jupiter will uns zum höheren Menschentum, zu Vollendung und zu Vollkommenheit führen.

Man könnte seine Energie auch so definieren, dass Jupiter gemeinsam mit dem Planeten Saturn das höhere menschliche Prinzip verkörpert, so etwas wie unsere innere Führung, oder auch 'Die Stimme des Gewissens'.

Je nachdem, wo in unserem Geburtshoroskop der Jupiter zu finden ist, zeigt dieser Planet an, in welchem Bereich unseres Lebens wir gutes Karma erwirkt haben, das in diesem Leben auf uns zurückfließt. Jupiters Position zeigt auch an, wo wir Gnade erlangen können.

Wir werden von Jupiter beschenkt, wir ernten gute Früchte, die wir früher gesät haben. Wir haben das Gute, das vom Jupiter kommt, in diesem Leben nicht 'verdient'.

Vielleicht kommt es uns sogar ' ungerecht' vor, sei es das eigene Glück , das wir kaum annehmen möchten oder das Glück eines anderen Menschen, bei dem wir denken: Der hätte doch mal eine andere, härtere Lektion vom Leben verdient. Es mag uns ungerecht erscheinen, dass der treusorgende liebevolle Vater seine Arbeitsstelle verliert und verarmt, während der Nachbar, der seine Frau und seine Kinder achtlos und lieblos behandelt, seine Arbeitsstelle behalten darf und sogar befördert wird.

Das Glück des einen erscheint uns ungerecht , und das Unglück des anderen wirkt auf uns so, als würde eine blinde Schicksalsmacht blind zuschlagen.

Doch um das Gesetz des Kosmos zu verstehen, ist es erforderlich, dass wir lernen, in Äonen zu denken. Kosmisch erwachte Menschen wissen, dass alles, was geschieht, vom Kosmos aufgezeichnet wird: jeder Gedanke, jedes Wort, jedes Gefühl und jede Tat hat die ihr eigene Schwingung und wird in der Akasha- Chronik der Erde aufgezeichnet . Alles, was wir aussenden, trifft irgendwann auf Resonanz und kommt zu uns zurück.

Das, was uns als ungerecht erscheint, liegt möglicherweise schon viele Leben zurück und tritt erst jetzt in Erscheinung. Dies gilt für die segenbringende ebenso wie für die grausame Handlung, für das Glück, das uns beschenkt, ebenso wie für die schweren bitteren Schicksalsschläge, die im wesentlichen durch die Saturn- Position angezeigt werden. Alles wird im Kosmos ausgeglichen, alles ist gerecht. Das Gesetz des Karma fragt nicht danach, ob wir uns an diese lange zurückliegenden inneren oder äußeren Ereignisse erinnern. Das Gesetz erfüllt sich ohne unser Zutun.

Doch wir können sicher sein, dass auch die guten Taten eines liebevollen Menschen eines Tages auf ihn zurückkommen werden und dass Lieblosigkeit und verletzendes, verächtliches Verhalten ebenso eines Tages durch das Gesetz des Karma ausgeglichen werden.

Es bleibt die Frage, inwieweit wir durch Arbeit an unserer Bewusstseinsentwicklung Gnade erlangen können und uns vorbestimmte, möglicherweise schwierige Ereignisse abmildern oder sogar verhindern können. Doch es ist extrem schwierig, das eigene karmische Muster - das eben, was wir Schicksal nennen - aufzubrechen und neue, andere Wege zu gehen. Es erfordert in der Tat lange und intensive geistige Schwerstarbeit.

Sinnvoller ist es aber immer, zunächst das eigene Muster ins Bewusstsein zu bringen und zu versuchen, innerhalb dieser vorgegebenen schicksalhaften Prägung die eigenen Begrenzungen, aber auch die Möglichkeiten und Chancen zu erkennen und bewusst anzunehmen. Auch die bis dahin erforderlichen Umwege und Irrwege können wir uns selbst dann leichter verzeihen.

Der Mensch ist ein Funke des göttlichen Prinzips, das dieses Universum erschaffen hat. Niemand sollte über sich selbst abfällig denken, etwa dass er ein niedriges Prinzip ist, das dem Verfall und Tod unterworfen ist.

Planeten sind materialisierter Geist, Urmaterie der Schöpfung. Sie umkreisen nicht nur in ewig festgelegten Bahnen die Sonne, sondern sie sind auch das Schwingungsmuster, nach dem wir Menschen aufgebaut sind. Die planetaren Energien wirken in jedem von uns - nach einem jeweils einzigartigen individuellen Kombinationsmuster - auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Nach dem Gesetz der Synchronizität lebt jeder von uns in vollkommener Übereinstimmung mit der Planetenstellung zum Zeitpunkt seiner Geburt.

Was ist ' Glück '? Und sind wir nicht alle Glückskinder? Und auch Wunderkinder?

Wir alle bringen Talente, Fähigkeiten, gute Anlagen mit ins Leben. Diese Begabungen entfalten sich nach einem kosmischen Plan: Früher oder später, zu einem Zeitpunkt, den der Astrologe aufgrund seiner Berechnungen erschliessen kann , - bedingt durch verschiedene Rhythmen und Zyklen, denen das Leben des einzelnen unterworfen ist - offenbaren sie sich und werden sichtbar und erkennbar. Manchmal sind es Talente, die uns selber noch nicht deutlich waren, die wir eventuell nur geahnt haben, manchmal sind es Fähigkeiten, von denen wir schon lange wussten, die aber noch nicht 'dran ' waren, weil andere Aufgaben im Leben anstanden und erst erledigt werden mussten.

So gibt es Menschen, die erst sehr spät im Leben eine literarische Begabung erkennen lassen oder andere, die ein grosses Talent zum bildnerischen Gestalten erst im Rentenalter entfalten, zum Tonen, Steine bearbeiten, zum Malen oder zum Schnitzen.

Der Unterschied zwischen den meisten von uns und den sogenannten ' Wunderkindern' ist der, dass das überragende Talent eines Wunderkindes zu einem so frühen Zeitpunkt in Erscheinung tritt, das wir geneigt sind von einem ' Wunder ' zu sprechen, da wir wissen, dass dieses Kind in seinem kurzen Leben noch gar nicht so viel Zeit zum Üben hatte, um solch grosse Werke hervorbringen zu können. Dies liegt daran, dass in unserer westlichen Kultur der Karma- Gedanke vielen Menschen noch immer fremd ist.

Alles, was ein Mensch mitbringt ins Leben, das Schwere und das Schöne, das Leichte, wurde in früheren Inkarnationen erwirkt durch Gedanken, Worte, Gefühle und durch Taten. Die Taten eines Menschen sind der letzte sichtbare Ausdruck für seine Gefühle und Gedanken, sie sind sozusagen das greifbare Ergebnis seiner inneren Einstellung, weshalb es so unendlich wichtig ist, bereits seine Gefühle und Gedanken zu kontrollieren und vor allem niemanden durch Worte zu verletzen. Durch eine solche gedankliche und gefühlsmässige Selbstkontrolle arbeiten wir an unserem Karma, wir erschaffen gutes Karma, sowohl für dieses Leben als auch für kommende Inkarnationen.

Die jeweilige Jupiter- Position im Geburtshoroskop gibt an, wo wir in unserem Leben mit glücklichen Einflüssen rechnen dürfen, wo also das, was wir unser Glück nennen, oder auch gutes Karma, auf uns zurückfließt.

 

Letzte Änderung:
November 09. 2017 11:46:28