Spirituelle Astrologie und Numerologie - Helga Biebers
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Der Wandel Teil II: Himmelsphänomene weisen den Weg

Sonne und Mond nehmen in der astrologischen Deutung eine Sonderrolle ein.

Sie werden auch 'Die großen Lichter am Himmel' genannt.

Im engeren astronomischen Sinne sind Sonne und Mond eigentlich keine Planeten. 
Die Sonne, unser Zentralgestirn, der Mittelpunkt unseres Sonnensystems, zählt zu den Fixsternen, und der Mond ist der Trabant unserer Erde, er umkreist die Erde im Zeitraum von ca 29 Tagen.

Die unterschiedliche Größe von Sonne und Mond spielt interessanterweise keine Rolle in der subjektiven Wahrnehmung: Das Netzhautbild des Lichtes von Sonne und Mond ist gleich groß, es umfasst einen halben Grad.

Auch dass Sonne und Mond uns größer er- scheinen bei Auf - und Untergang, wenn etwa die Sonne oder der Mond glutrot am Horizont aufsteigen oder versinken, hat seine Berechtigung, denn in dieser Position üben sie auch bei der Geburt eines Menschen tatsächlich eine größere Wirkung aus auf den Geborenen, und zwar lebenslang.

Eine Sonnenfinsternis ist eines der wenigen, deutlich sichtbaren  Himmelsphänomene, weshalb sie auch astrologischen Laien wichtig erscheinen, ja sogar von einigen Menschen regelmäßig rund um den Erdball aufgesucht werden.

Die Sonne verfinstert sich, wenn der Mond in das Sichtfeld zwischen einem bestimmten Ort auf der Erde und der Sonne eintritt. Der Mond verdeckt dann also den Blick auf die Sonne, Sonne und Mond stehen dann in Konjunktion.

Da die Sonne auch den Gott des Lebens repräsentiert, also die Urenergie,  die alle sichtbare Schöpfung hervorgebracht hat und die alles Lebendige zum Leben benötigt, also das Pflanzen-und das Tierreich und das Menschenreich, wird verständlich, weshalb eine Verfinsterung unseres Zentralgestirns von altersher die Menschen beschäftigt und auch geängstigt hat.

Speziell Sonnenfinsternisse waren sehr gefürchtet, da sie immer auch mit einem Wechsel des Herrschertums in Verbindung stehen, Mondfinsternisse dagegen zeigen häufig Naturkatastrophen an, Überschwemmungen, Dürrezeiten uvm. 

Sonne und Mond repräsentieren männliche und weibliche Urenergien, auch genannt Animus und Anima, die in jedem von uns wirksam sind, unabhängig von der Frage, ob unser Geist einen weiblichen oder einen männlichen Körper bewohnt.

Wie alle Planeten sind auch Sonne und Mond materialisierter Geist, Wirkungssphären geistiger Wesenheiten, organische Aufbaukräfte unseres Sonnensystems, von denen wir nicht nur beeinflusst werden, sondern aus denen auch jeder einzelne von uns zusammengesetzt ist, die auch in jedem von uns wirken, und zwar auf allen Ebenen: Körper, Geist und Seele. Insofern haben wir Anteil an allem, was in diesem Sonnensystem existiert

Im Geburtshoroskop zeigt die Position von Sonne und Mond an, auf welche Art und Weise wir teilhaben an diesen Urkräften des Männlichen und des Weiblichen, an diesen Archetypen der Seele, die in jedem von uns lebendig sind.
Die Sonnenstellung im Horoskop zeigt an, wie wir rational und aktiv auf die Welt zugehen, wie wir uns in dieser Inkarnation verwirklichen. 

Unser Sonnenzeichen gibt die Färbung an, die unsere Selbstverwirklichung hat: unser Temperament, unser Wesen, wie es sich ausdrückt durch entweder mehr plusgepolte männliche Energien - Feuer und Luft - , und damit also stärker extravertiert , oder durch stärker minusgepolte weibliche Energien - Erde und Wasser – und damit eher introvertiert.

Geht ein Mensch etwa deutlich widderhaft feurig auf die Welt zu, so zeigt er Mut, hat klare Ziele, die er direkt anstrebt, er empfindet viel Freude und Begeisterung und möchte seine Mitmenschen zu ebensolcher Freude und Begeisterungsfähigkeit anregen, wohingegen für einen stierbetonten erdigen Menschen das Bewahren und Erhalten von Werten ein zentrales Anliegen in seinem Leben ist, auch ein ausgeprägtes Sicherheitsdenken und Sicherheitsfühlen zeichnet die Stiernatur aus und ebenso ein betont sinnliches Empfinden und Erleben. Geschmack, Geruch, Berührungsreize, der Bezug zur Natur spielen beim stierbetonten Menschen eine wichtige Rolle. Geht der Mensch jedoch waagehaft luftig auf die Welt zu, so zeichnet er sich durch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn aus, auch durch das Bestreben, in seinem Umfeld Harmonie zu schaffen und er liebt im allgemeinen Musik und Tanz, dieser Mensch kann sich aber nicht so gut durchsetzen wie der widderbetonte Mensch. Der wasserbetonte Mensch dagegen geht gefühlvoll auf die Welt zu. usw.
Die Mondstellung zeigt unser Gemüt, unsere gefühlsmäßige Beeindruckbarkeit, unser passives Empfinden, unser Annehmen und Aufnehmen, also das weiblich- rezeptive Prinzip in jedem Menschen, unabhängig von der Frage, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Körper handelt.

Die Sonne steht für den Tag, das Licht, das Tagesbewusstsein.

Der Mond repräsentiert die Nacht, das Dunkle, das Unbewusste.

Sonne und Mond repräsentieren das Ur- Männliche und das Ur-Weibliche.

Auf der höchsten Ebene heißt das:

Die Sonne steht für Gott- Vater, das schöpferische, lebenspendende Prinzip, und der Mond repräsentiert das Ur- Weibliche, unsere Göttliche Mutter, das lebentragende, das lebennährende, das lebenerhaltende und das lebenbeschützende Prinzip.
Die Sonne macht durch ihre Position im Geburtshoroskop auch Aussagen über den Vater des Geborenen, so wie er subjektiv erlebt wurde, im positiven Fall über Stärke, liebevolle Strenge, Führungskraft, Leitbild und Autorität.
Der Mond zeigt die weiblichen Urenergien: Fruchtbarkeit, Nähren, Güte, Wärme, Geborgenheit, Gnade, das Empfangende, das Bewahrende.

Die Sonne entspricht dem YANG, dem männlichen Prinzip, der Mond dem YIN, dem weiblichen Seelenanteil, insofern repräsentieren diese beiden Planeten Sonne und Mond zwei Pole der Lebensenergie.

Das Männliche ist energiegebend, man nennt es auch elektrisierende Energie, das Weibliche ist energienehmend, auch genannt magnetische Energie.

Eine weitere Aufteilung des Schöpfungsmaterials von männlicher und weiblicher Energie ist die Unterteilung in die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser, von denen jedes drei Mal im Tierkreis auftaucht, und von denen jedes eine andere Art Schwingungsform hat.

Schwingung lautet das Zauberwort des Wassermann- Zeitalters: alles, was existiert, hat eine andere Schwingungsform.

Die vier Elemente beschreiben auch die vier Aggregatzustände der Physik: Feuer ist Strahlungsenergie, Erde ist feste Materie, Luft ist gasförmig und Wasser ist flüssig.


Die vier Elemente sind 'ausgegossen über die Menschheit', wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Sie können niemals verbraucht werden, sie erneuern sich ständig wieder von Neuem, sie sind von ihrem Charakter her 'immateriell', sozusagen das Urmaterial, aus dem die Welt der materiellen Erscheinungen erschaffen wurde und immerfort erschaffen wird.

Die vier Elemente sind unsterblich, wenn auch die Körper vergänglich sind, die aus diesen Elementen aufgebaut werden. 

Dazu gehört das Pflanzenreich, das Tierreich, das Mineralreich und die Menschheit, also die gesamte sinnlich wahrnehmbare Schöpfung.

Eine Pflanze etwa benötigt zum Leben: Feuer ( Sonnenenergie), Erde (aus der die Pflanze über ihre Wurzeln die benötigten Nährstoffe holt), sie braucht Luft (sie schickt ihre Äste, Blätter und Blüten in den Äther, der Sonne entgegen, sie wird vom Wind bestäubt, und durch die Windbewegungen wird die Pflanze in ihrem Wachstum gestärkt), und schließlich benötigt jede Pflanze zudem noch Wasser (durch Wasser wird die Erde fruchtbar und die Pflanze benötigt Wasser für jede einzelne ihrer Zellen).

Natürlich besteht auch unser physischer Körper aus diesen vier Elementen.

Dieses ' Ausgegossen sein über die Menschheit ' beinhaltet auch die Tatsache, dass männliche und weibliche Wesensanteile nicht an die Geschlechtszugehörigkeit gebunden sind. Daraus folgt, dass - unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit -  in jedem von uns sowohl männliche als auch weibliche Kräfte wirken.

Daraus folgt logischerweise ferner, dass die Hälfte aller Männer mehr weibliche Energien als männliche Energien in sich tragen und dass 50 % der Frauen stärkere männliche Eigenschaften aufweisen als weibliche.

Würde die Konsequenz dieser Tatsache im sozialen Leben berücksichtigt, so würde dies eine gigantische Revolution im gesellschaftlichen Leben bei vielen Kulturen hervorrufen.

Die Seele ist frei von Begrenzungen des Geschlechts, aber auch von den Begrenzungen durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, Kultur, ethnischen Gruppe oder Religion. Sie wählt sich für die jeweilige Inkarnation das Geschlecht, die Eltern, die Rassezugehörigkeit, die ideelle und spirituelle, religiöse Ausrichtung, das gesamte soziale Umfeld usw. eben das, was die bestmöglichen Lernerfahrungen für die anstehende Seelenentwicklung bietet, den kürzesten und direktesten Weg.


Die Aspekte zu Sonne und Mond, die unser Geburtshoroskop aufweist, zeigen an, wie wir diese Urenergien leben können bzw. durch herausfordernde Spannungsaspekte zu Sonne und Mond werden die Probleme aufgezeigt, die wir damit haben, diese Qualitäten zu leben und umzusetzen.  
Im Horoskop eines Mannes spiegelt die Mondposition einerseits seine eigene gefühlsmäßige Veranlagung wieder, das, was wir Seele oder Gemüt nennen.

Zum Beispiel führt die Mondposition in Erdzeichen zu einem phlegmatischen Gemüt, Mond im Wasserzeichen zu Melancholie,  Mond im Luftzeichen zum sanguinischen ( gehobenen) Temperament, Mond im Feuerzeichen zum cholerischen Typus. 
Diese Einteilung geht zurück auf die 'Theorie der Körpersäfte' und die Lehre von den vier grundlegenden Temperamenten.


Andererseits spiegelt die Mondposition im Horoskop eines Mannes sein - meist unbewusstes - Bild von der Frau und der Mutter, eben das, was seine 'Anima' genannt wird.

Ich möchte im Folgenden kurz aufzuzeigen, wie stark der Mond unser Seelenleben prägt und damit auch die Anziehungskraft zwischen den Geschlechtern bestimmt.
Diese Anima- Typen, im Geburtshoroskop eines Mannes angezeigt durch seine Mondposition, beschreiben seelische Urkräfte, die er in der zu ihm passenden Frau sucht und die er gleichzeitig anzieht, und ebenso, – nur umgekehrt - spiegeln die Animus- Typen im Radix einer Frau seelische Urkräfte, die sie bei einem Partner sucht.

Hier die Anima-Typen beim Mann:
Mond im Element Feuer (Widder, Löwe, Schütze):
    Frauentypus: Die mutige, kämpferische, zielstrebige Frau. Die Amazone.
Mond im Element Erde (Stier, Jungfrau, Steinbock):
   Frauentypus: Die Hüterin und Bewahrerin von Werten. Die fleißige Frau. Die Mutter.
Mond im Element Luft (Zwillinge, Waage, Wassermann):
   Frauentypus: Die Hetäre (die Geliebte), die gute Gastgeberin, die geistig und kommunikativ aufgeschlossene Frau.
Mond im Element Wasser (Krebs, Skorpion, Fische):
   Frauentypus: Die Prophetin, die tiefgründige, weise Frau. Das Medium.


Jeder Planet hat seine eigene Schwingung, seine eigenen Themen, darüber hinaus ist jeder Planet Überträger der im Tierkreis ruhenden Ideen.

Der jeweilige Planet überträgt das Energiemuster des Tierkreiszeichens, das er durchläuft, hier auf unsere Erde.
Deutlich wird das vor allem durch den Lauf der Sonne durch die Kraftfelder des Tierkreises und durch die unterschiedlichen Jahreszeiten, die diesem Lauf entsprechen.

Dies gilt auch für den Fixstern Sonne und für den Trabanten unserer Erde, den Mond.

Die Sonne steht zwar nicht wirklich fix, also unbeweglich fest am Himmel, sondern sie bewegt sich mitsamt allen sie umkreisenden Planeten im Zeitraum von 25920 Jahren einmal um die Ursonne. Diesen Zeitabschnitt, den unser Sonnensystem benötigt, um einmal den Tierkreis zu durchwandern, nennt man auch 'Grosses Sonnenjahr' oder 'Platonisches Jahr'.

Ein Zwölftel davon, also 2160 Jahre dauert es, bis unser gesamtes Sonnensystem einen großen Weltenmonat durchlaufen hat. Dieser Zeitraum eines Weltenmonats wird auch Zeitalter genannt, wie etwa das Stier-Zeitalter, das Zeitalter der Pharaonen, der großen Pyramiden und des exzessiven Totenkults oder das Fische-Zeitalter, das nun hinter uns liegt usw.

Viele Ursonnen umkreisen wiederum eine Zentralsonne. Dieser gewaltig große Zeitabschnitt von mehreren Millionen Jahren wird Yuga genannt.

In den jetzt hinter uns liegenden Umbruchsjahren seit dem Sommer 2010 hat das neue Zeitalter des Wassermann begonnen, der Weltenmonat Wassermann also, der auch das 'goldene Zeitalter' genannt wird.

Die Umbruchsjahre dauern noch an, bis spätestens 2024, jedoch liegt der Zenit der Veränderungen in den Jahren 2010 bis Ende 2017.

Das hinter uns liegende Fische-Zeitalter begann im Jahre 150 vor Christi Geburt.

24 Stunden braucht die Erde, um sich einmal um sich selbst zu drehen. Das Tierkreiszeichen, das durch diese Drehung bedingt am Osthimmel aufsteigt, wird Aszendent genannt. Durchschnittlich zwei Stunden lang an jedem Tag werden folglich Menschen mit dem gleichen Aszendenten geboren. Alle vier Minuten dreht sich die Erde um einen Grad weiter. Also steigt alle vier Minuten am Horizont ein neuer Grad auf. Vier mal 360 Grad ergeben 1440 Minuten, das entspricht der Dauer eines Tages.

Die Achsen Aszendent - Descendent entsprechen unserem Horizont. Der Aszendent dem Osthimmel, der Descendent dem Westhimmel.

Durch diese Erdumdrehung setzt sich die Erde im Laufe eines Tages einer jeweils unterschiedlich starken Sonnen- und Lichteinstrahlung aus.

Steht die Sonne am Zenit des Himmels ( MC genannt = Medium Coeli, also Himmesmitte) empfangen die Erdbewohner die größte Helligkeit, auch die größte Wärme, ( die jedoch erst am Nachmittag spürbar wird, wenn Erde und Meer die Wärme gespeichert haben und wieder abgeben), geht die Sonne am Westhimmel unter ( DC = Descendent), so wird es Nacht. Die Menschen früherer Kulturen sprachen dann von der Todesfahrt der Sonne durch die Unterwelt, durch das Reich des Todes, z.B. den Hades 

Innerhalb von 365 Tagen umkreist unsere Erde die Sonne. Das entspricht einem Jahr.

Ein Jahr von 365  1/4 Tagen ( vier mal 1/4 Tage ergeben einen ganzen Tag, der dem 28. Februar alle vier Jahre, dem sog. Schaltjahr, angehängt wird) umfasst 12 Monate. Damit rechnet unser Kalendersystem. Dies entspricht jedoch 13 Mondumläufen. Über den Mond kommt die Zahl 13 in den Tierkreis.

Es gibt viele unterschiedliche Kalendersysteme.

Das Volk der Maya etwa, die bis ins 9. nachchristliche Jahrhundert in Mittelamerika siedelten, benutzten drei unterschiedliche Kalender: einen, den sie 'Tzolkin' nannten, für rituelle Zwecke, sodann den 'Haab-Kalender' für den Alltag, der etwa der Berechnung der Saat- und Erntezeiten diente. Daneben gab es noch die 'Lange Zählung', die große Zeiträume abdeckt und die am 21. Dezember 2012 endete.  Sie wurde für Himmelsbeobachtungen und für die Astronomie verwendet. 

Der ' Haab-Kalender' umfasst ein Sonnenjahr von 365 Tagen und entspricht daher unserem Kalender. Allerdings unterteilten die Maya das Jahr in 18 Einheiten mit je 20 Tagen, was nur 360 Tage ergibt. Deshalb fügten sie einen namenlosen Monat aus fünf Schalttagen hinzu. Bedenkt man, dass der Kreis 360 ° umfasst, das Jahr jedoch 365 Tage dauert, so ergeben diese 5 Extra- Tage einen Sinn.

Demgegenüber hat der Tzolkin (was etwa 'Zählung der Tage' bedeutet) eine Periode von 260 Tagen. Sie ergibt sich aus der Kombination einer Zahl aus der Reihe von eins bis 13 mit dem Namen eines von 20 Schutzgöttern. Daraus leiteten sich die Tagesnamen ab. 

Der Ablauf unseres (Sonnen-) Jahres entspricht also der Umkreisung unseres Planeten Erde um die Sonne.

Es beginnt am 21. März, wenn die Sonne in das Zeichen Widder eintritt. Dies ist zugleich der Moment der Tag- und Nachtgleiche, wenn also Tag und Nacht, Helligkeit und Dunkelheit, Wärme und Kälte auf der Nordhalbkugel im Ausgleich stehen. Zu Beginn des Herbstes, am 23.September, ist dies wieder so.

Zur Sommersonnenwende am 21. Juni haben wir den längsten Tag des Jahres, und am 21.Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende, haben wir die längste Nacht und die größte Dunkelheit des Jahres.

Die vier Marksteine eines Jahres, der Beginn der Jahreszeiten  Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die mit der Veränderung von Licht und Dunkelheit in Verbindung stehen und als Folge davon auch mit Kälte und Wärme, wurden in früheren Epochen für rituelle Feiern genutzt, als sich die Menschen noch näher und ganz selbstverständlich verbunden wussten mit dem Geschehen am Himmel, als sie noch die Sonne als den Gott des Lebens anbeteten, die Mondgöttin als die Herrscherin der Nacht, die Ebbe und Flut hervorbringt und über die Fruchtbarkeit bei Pflanzen, Tieren und Menschen herrscht, und als die Menschen noch in den auf ewig festgesetzten Bahnen der Planeten das Wirken des ewigen, alleinen Gottes erkannten.

Die vier Jahreszeiten entsprechen den vier kardinalen Zeichen: Frühling / Widder, Sommer / Krebs, Herbst / Waage und Winter / Steinbock.

Die Wiederentdeckung dieser ältesten Weisheit der Welt, nämlich dass Gott sich über die Energien der zwölf Tierkreiszeichen und der Planeten unseres Sonnensystems offenbart und dass Planeten materialisierter Geist sind, dass sie in jedem von uns lebendig sind und in ihren Wirkkräften sowohl dem Aufbau unseres Körpers, der Funktion seiner Organe und Organsysteme entsprechen als auch unserer Seelenstruktur und unserem Charakter, dass wir somit mit allem, was im Kosmos existiert, verbunden sind und in ständigem Austausch stehen wie die Zellen eines großen Organismus, diese Erkenntnis wird eine wesentliche Errungenschaft des neuen Wassermann-Zeitalters sein.

Die Wissenschaft von der Deutung der Planetenkonstellation wurde zwar von altersher von den Weisen genutzt, etwa von den drei Heiligen aus dem Morgenland bei Christi Geburt, die durch einen besonderen hell leuchtenden Stern, der in Wirklichkeit eine Konjunktion der beiden Planeten Jupiter und Saturn war, um die besondere Zeitqualität wussten, in der eine hochentwickelte Seele die Erde betreten würde.

Auch für die Berechnung von günstigen Zeitpunkten für die Krönung eines Kaisers oder Königs oder für den Beginn eines Feldzugs oder um einen günstigen Zeitpunkt für eine Verheiratung zu finden wurde das Wissen der Sternenkundigen genutzt, es ist jedoch noch nicht so lange her, dass die planetare Position der Planeten bei der Geburt eines Menschen hinzugezogen wurde für die Individualberatung.

Ein Geburtshoroskop kann definiert werden als die

'Blitzlichtaufnahme der Planetenkonstellation zum Zeitpunkt der Geburt ( der Moment des ersten Schreies, wenn sich die Lungen des Neugeborenen mit Luft füllen), bezogen auf den Ort ( berechnet nach Längen- und Breitengrad) auf der Erde.'

Dieses Muster entspricht punktgenau der Seelenentwicklung des Geborenen, erwirkt durch viele zurückliegende Inkarnationen, es ist der Fahrplan durch Raum und Zeit und bleibt wirksam bis zum letzten Atemzug des Menschen, wenn sich Geist und Seele wieder aus dem Körper zurückziehen.

Der Ablauf eines Tages und der Ablauf eines Jahres entsprechen sich im Wesentlichen im Hinblick auf Licht und Wärme einerseits und auf Dunkelheit und Kälte andererseits. Damit einher geht das Aufsteigen und das Abfallen der Lebenskräfte bei Pflanzen, Tieren und Menschen.

Wer gelernt hat, mit dem Federpendel umzugehen, kann feststellen, dass  bei jedem lebenden Menschen, bei Sonnenauf- und bei Sonnenuntergang plus- und minusgepolte Energie umgedreht wird, und zwar für jeweils die eine Hälfte des Körpers, die obere und die untere Körperhälfte werden im Wechsel von 12 Stunden entweder minusgepolter Energie ( magnetische Kräfte) oder plusgepolter Energie (elektrische Energie)  ausgesetzt.

Ein astrologisches Gesetz lautet: Ein Tag = ein Jahr.

Beispielsweise wird die Geschwindigkeit der Sonne am ersten Lebenstag eines Geborenen ( dies ist nicht immer ein Grad, sie schwankt zwischen 57 Bogenminuten und 1 Grad plus 3 Bogenminuten, also 63 Bogenminuten) verwendet zur Berechnung der Sonnenbogenprogression   (eine der wichtigsten Vorhersagemethoden). Dabei entspricht ein Grad auf dem Tierkreis einem Lebensjahr des Nativen.

Wie oben bereits erwähnt sind Sonne und Mond im engeren astronomischen Sinne keine Planeten, sondern Fixstern und Erdtrabant. 
Aus astrologischer Sicht ist dies unerheblich, denn die Astrologie - als die Lehre von Raum und Zeit - misst die Einfallswinkel aller Planeten (also auch von Sonne und Mond) auf den Standort auf der Erde zu einem bestimmten Zeitpunkt und interpretiert ihre Wirkkräfte.  Die Astrologie beschreibt also die subjektive Sicht des Erdbewohners, bzw. die konkrete Wirkung der Planetenenergien und deren Auswirkung auf Körper, Geist und Seele des Menschen.

Stehen diese Planeten im Horoskop am Aszendenten, also am Osthimmel, oder am Deszendenten, also am Westhimmel, so haben die solare bzw. die lunare Energie eine größere Bedeutung für die Gesamtinterpretation des Horoskops. So kann z.B. der Mond am Westhimmel anzeigen, dass die Mutter des Geborenen früh stirbt, sie 'versinkt' im Westen, im Totenreich.

Der Westhimmel wurde immer schon mit dem Totenreich in Verbindung gebracht. Dort beginnt die Todesfahrt, der Abstieg ins Dunkel, ins Unsichtbare.
Umgekehrt kann etwa eine Sonne am Aszendenten eine besondere Liebe zum Leben anzeigen, auch die Aufgabe für den Geborenen selbst, das Leben zu bejahen, zu lieben und anzunehmen als Gottesgeschenk.


Nach der Mythologie hat Prometheus den Göttern das Feuer gestohlen. 

Dieser Mythos besagt, dass es sich beim Element Feuer um eine göttliche, und somit unsterbliche Energie handelt. Ebenso wie eine Kerze nicht dunkler wird, wenn sie von ihrem Licht etwas abgibt an eine andere Kerze, so erneuern sich die vier Elemente ständig von Neuem. Sie können niemals verbraucht werden.


Die vier Elemente wurden aus dem fünften Element, dem 'Prana' erschaffen. Man könnte das Prana auch bezeichnen als ' den göttlichen Atem der Schöpfung '.

Fast alle philosophischen, religiösen und mystische Traditionen in der ganzen Welt postulieren eine solche Urenergie, manche nennen sie Prana, andere Chi, manche das OM (aus dem sich unser christliches 'AMEN' ableitet: Es geschehe!), wieder andere Vitalkraft.
Aus der immateriellen Welt heraus, dem Nicht- Geoffenbarten, transformieren sich Energieströme in die materielle Welt, in die Welt der Erscheinungen und manifestieren sich als die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser.

In den drei Kreuzen des Tierkreises, also in dem kardinalen, dem fixen und dem beweglichen Kreuz befinden sich jeweils an den vier Polen jedes Kreuzes alle vier Elemente. Beim kardinalen Kreuz etwa ist dies der Widder ( Feuer), der Krebs ( Wasser), das Waage- Zeichen ( Luft) und das Zeichen Steinbock ( Erde).

In der Verbindung der Zahlen drei und vier, also sowohl in der Summe, die zur Zahl sieben führt, als auch in der Multiplikation, die zur Zahl zwölf führt, sprechen wir daher von heiligen Zahlen. 

Sie stehen sinnbildlich führt die gesamte Schöpfung.

Es sind dies die Zahlen 7 und die Zahl 12.

Dabei entspricht die Zahl sieben eher dem Feinstofflichen, der unsichtbaren, unhörbaren, unfühlbaren, unriechbaren und unschmeckbaren Prana- Energie, dem Urstoff der Schöpfung. 

Prana-Energie kann auch als WAHRHEIT bezeichnet werden. Sri SATHYA SAI BABA sagt: " Die Wahrheit ist feiner als das Atom". Prana bzw. die Wahrheit durchdringt die gesamte materielle Schöpfung.

Die Zahl Zwölf dagegen steht symbolisch für die Gesamtheit der physisch wahrnehmbaren Schöpfüng, ausgedrückt in den 12 Feldern des Tyr- Kreises.

Das Wachstum der Pflanzen, das Werden und Vergehen und das Wieder-Auferstehen der Pflanzen in der Natur entsprechen dem Tierkreiszeichen, das die Sonne im Jahresablauf jeweils durchläuft.

Z. B. Im Widder: die Geburt der Pflanzen, der Durchbruch der Pflanzenkeime durch die Erde, das Aufsteigen der Säfte in den Bäumen und den mehrjährigen Pflanzen. 

Im Stier- Abschnitt: der Aufbau des Pflanzenkörpers, im Zwillinge- Abschnitt die Zeit der Blüte usw.

So auch das Absterben des Pflanzenkörpers im Skorpion, die gefrorene Erde im Steinbock und Wassermann- Abschnitt usw. Bei diesen beiden Zeichen ist Saturn der Herrscher (bei Wassermann ist er der alte Herrscher neben Uranus) , das entspricht der Kälte und der gefrorenen Erde unddem - scheinbaren - Tod der Natur hier auf der nördlichen Erdhalbkugel.


Nach dem hermetischen Gesetz 'Wie oben so unten' sind alle Energien unseres Sonnensystems in uns wirksam.
Man kann jeden Menschen als ein in sich geschlossenes Sonnensystem betrachten, wobei das Herz, das Auge, und das Rückgrat der solaren Energie entsprechen. (Übrigens ist das Herz das erste Organ, das sich nach der Zellteilung in der Embryonalentwicklung aus dem Morula- Stadium bildet). Augen, Herz und Rückgrat entsprechen im Körperlichen dem 'Selbst', unserem Bewusstsein von uns selbst.

Jeder möge für sich selbst daraus weiterleiten, wie ein aufrechter Gang, ein erhobenes Haupt, ein großes - weil großzügiges - Herz und ein offener Blick auf uns wirken, und welche Ausstrahlung umgekehrt ein Mensch auf uns hat, der gebückt oder geduckt läuft mit Blick auf die Erde.

Jupiter dagegen steht in Analogie zu unserer Lunge, zur Hüfte, zur Schulter und zur Leber, Mars beispielsweise entspricht dem Kiefer und den Zähnen, den roten Blutkörperchen und den Muskeln usw. 

Man kann dieses Schöpfungsprinzip noch weiter verfolgen.

Auch jede unserer vielen Milliarden Körperzellen bildet wiederum so ein in sich geschlossenes ' Sonnensystem ' mit dem Zellkern als Mittelpunkt. Auch weiß jede einzelne Körperzelle um das Ganze, trägt in sich die Information über alle Eigenschaften des ganzen Menschen. 

Und schließlich findet sich dieses Aufbauprinzip auch in jedem Atom wieder.

Himmelsphänome


Jedes Mal, wenn sich Sonne und Mond 'treffen', wenn wir also Neumond haben, beginnt etwas Neues.
Dieser Moment ist vergleichbar dem Zustand nach dem Ausatmen, bevor neue Energie in unsere Lungen einströmt. Die Energie ist ganz unten, jedoch bereit für das Neue, für einen neuen Zyklus.
So kennzeichnet jeder Neumond einen Neubeginn.

Aus astrologischer Sicht bedeutsam ist die Tatsache, dass in jedem Neumond keimhaft angelegt ist, was sich in den Wochen vor und nach dem Neumond ereignen wird, und zwar im Neumond -Ereignishoroskop bzw. im Finsternishoroskop, wobei eine Sonnenfinsternis eine Verstärkung der Neumondsituation darstellt.

Eine Finsternis kann immer dann auftreten, wenn der Mondknoten in einem Abstand von maximal 18° vom Finsternispunkt nach beiden Seiten steht.

Dabei zeigt das Finsternishoroskop häufig noch deutlicher an, was sich im Zeitraum der Wirkung dieser Finsternis ereignen wird, als der Tag selber, an dem sich etwas Bedeutsames ereignet, das in Zusammenhang mit der besonderen planetaren Neumondkonstellation steht.

Aus diesem Grund gehören Neumond- und Finsternishoroskope auch zu den wichtigsten Vorhersagemethoden,

und zwar für den Zeitraum

-       plus/ minus zwei Wochen bei einem normalem Neumond,

-       - plus / minus mehrere Monate bei einer Sonnenfinsternis und

-       plus/ minus mehrere Jahre bei einer Sonnenfinsternis, die zu einem Meton-Zyklus gehört. ( Meton = Name eines antiken griechischen Wissenschaftlers)

Eine Sonnenfinsternis, die Teil eines Meton- Zyklus ist, tritt alle 19 Jahre auf dem gleichen Tierkreisgrad oder nahe dabei wieder auf. Dies kann bis zu 5 Mal der Fall sein, so dass man dann von einer Wirkungsdauer von  maximal 95 Jahren ausgehen kann.

Die von Nostradamus exakt vorhergesagte Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 ist eine solche extrem stark wirkende Sonnenfinsternis gewesen.

Vor allem bei tiefgreifenden Ereignissen mit kollektiver Wirkung  haben Finsternisse häufig die Funktion eines Auslösers: sie zeigen die Qualität der Zeit an. Der Feuerplanet Mars fungiert dabei häufig wie zündender Funke, der in den Heuhaufen geworfen wird, wenn er den Finsternispunkt in einem Aspekt berührt.

Aber auch die Sonne selber- nämlich bei Vollmond , wenn Sie in Opposition zum Mond steht - löst nach enem Neumond Ereignisse aus. Dies gilt in ganz besonderem Maße, also extrem wirkungsvoll,  n a c h   einer Sonnenfinsternis.  

Wenn - aus der Sicht des Erdbewohners  - Sonne und Mond in einer Linie liegen, und die Mondscheibe den Blick auf die Sonne verdunkelt, haben wir eine Sonnenfinsternis, eine verstärkte Neumond- Situation.


In meiner astrologischen Arbeit der letzten Jahre habe ich die Auswirkung der totalen Sonnenfinsternis vom 11. August 1999, beobachtet und festgestellt, dass große Katastrophen, sowohl im persönlichen als auch im kollektiven Bereich, mit diesem Phänomen in Übereinstimmung standen und weiterhin stehen werden und zwar bis zum 11.8.2018.


Frühere Kulturen fürchteten Sonnen- und Mondfinsternisse als Vorboten schlimmer Ereignisse wie Naturkatastrophen und Hungersnöte. Vor allem mit Sonnenfinsternissen war zudem die Angst vor dem Untergang einer Herrschaft verbunden. So wurden bei den Mayas und Azteken unzählige Menschenopfer dargebracht, um die Götter zu besänftigen und den vorhergesehenen Untergang zu verhindern. Vergeblich, wie wir heute wissen.
Im 7. Jahrhundert vor Chr. wurde in Akkad ein Ersatz- Herrscherpaar eingesetzt, das nach 100 Tagen Regentschaft als Menschenopfer dargebracht wurde.
Bereits am 12.8.1942, am 11.8.1961 und am 10.8.1980 gab es Sonnenfinsternisse auf dem gleichen Finsternispunkt wie im August 1999, und am 11.8.2018 wird es wieder eine Sonnenfinsternis genau auf dem gleichen Grad geben, nun das letzte Mal. Der Abstand beträgt also jeweils genau 19 Jahre und steht in Übereinstimmung mit dem Mondknotenumlauf.


Es hat den Anschein, dass die großen Umwälzungen, die mit der Zeitenwende des 20. und 21. Jahrhunderts einhergehen, also einerseits mit der Bewusstseinserweiterung und andererseits mit der Reinigung der Erde durch große Katastrophen ( siehe dazu mein Text: Der Wandel - tiefgreifende leidvolle Transformation oder Aufstieg in neue Dimensionen) , mit besonderen astrologischen Konstellationen in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann) einhergehen, und zwar mit dem Finsternispunkt bei 18° Löwe.

Zudem spielt der Fixstern Algol bei 26° Stier ebenfalls eine bedeutsame Rolle.

Algol werden plutonische Kräfte zugeschrieben werden, die nach meinen Studien wirksam werden bei großen Katastrophen, bei Ereignissen, die Massen von Menschen betreffen,

bei atomaren Katastrophen,

bei Geschehen, das mit Macht und Machtmissbrauch in Verbindung steht und

allgemein bei Energie, die wir Menschen benutzen,

vornehmlich bei Atomenergie und bei Öl als Energiequelle und

bei viel Geld, das als Mittel der Macht-und Unterdrückung eingesetzt wird.


Die astrologische Konstellation zeigt folgendes Bild am 11. August 1999.


Der Finsternispunkt stand bei 18°21' Löwe,

der aufsteigende Mondknoten bei 12°36' Löwe (und der absteigende somit bei 12°36' Wassermann), außerdem ebenfalls im fixen Kreuz: Mars bei 16°50' Skorpion,

Chiron bei 27°44' im Skorpion,

Jupiter bei 4°40 im Stier, Saturn bei 16°52' im Stier,

Neptun bei 2°33' im Wassermann und Uranus bei 14°40' im Wassermann.


Dramatisch ist die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 aus verschiedenen Gründen:
Es gibt ein großes umlaufendes Quadrat - die schwierigste aller möglichen astrologischen Spannungsfiguren überhaupt - zwischen der Sonne- Mond- Konjunktion einerseits und zwischen Saturn, dem Mars und dem Planeten Uranus. Diese drei Planeten, die in Spannung zu Sonne und Mond stehen, werden astrologisch auch als 'Übeltäter' bezeichnet, womit gemeint ist, dass in ihnen und durch sie auch zerstörerische Kräfte wirken. Es wird Übles, Böses geschehen. Die Menschen früherer Epochen würden sagen: die Götter verlangen ein Opfer.

Die Energien des oben erwähnten Fixsterns Algol wirken jedoch nicht nur bei 26° Stier, sondern auch im Spannungsaspekt dazu, also in Opposition und im Quadrat, und das heißt: zusätzlich noch bei 26° Skorpion, bei 26° Löwe und bei 26° Wassermann, unter Einbeziehung des zulässigen Orbis von circa 2° ergibt sich somit der Einfluss einer dunklen, zerstörerischen Energie bei 24° bis 28° in den vier fixen Zeichen.
Dieser katastrophale Einfluss ist jedoch zusätzlich noch auf dem Spiegelpunkt des Algol wirksam. (Gespiegelt wird um die Achse 0° Krebs / 0° Steinbock.)

Dieser liegt bei 4° Löwe.
Berücksichtigt man zusätzlich noch den Orbis von circa zwei Grad, so ergibt sich ein Wirkungsbereich von circa 2° bis 6° Löwe für die verheerende Auswirkung des Algol, so dass die astrologische Konstellation vom 11. August 1999 nicht nur das schwierige zerstörerische Quadrat aufweist mit den drei Übeltätern Mars, Saturn und Uranus, sondern zusätzlich noch plutonische Qualitäten hat durch den Fixstern Algol, so dass auch die Planeten Chiron bei 27° Skorpion in Opposition zum Algol, durch Neptun bei 2°33' Wassermann als Spiegelpunkt zum Algol und durch Jupiter bei 4°40' im Stier als Spiegelpunkt gefährlich sind.

Jupiter, der Planet des Glücks, des Wohlwollens und der Unterstützung wird durch diese Position gleichsam 'kaltgestellt', er kann nicht helfen und seine erweiternde, verstärkende Wirkung verstärkt sogar das Unglück.

Diese Beobachtung habe ich auch bei persönlichen Katastrophen gemacht. Wenn die astrologische Hintergrundkonstellation schwierig ist, dann hat Jupiter die Funktion ( neben Mars und Neumond ), das Unglück auszulösen.

Jupiters Aussage lautet dann: Es ist erfüllt. Es soll - nun -  geschehen.

Dies ist der Grund dafür, dass Jupiter auch im Todeshoroskop eine wichtige Position einnehmen kann. Wenn die karmische Aufgabe eines Geborenen erfüllt ist, im positiven Sinne erfüllt wurde, so tritt Jupiter, der Wohltäter auf den Plan ( und nicht Saturn, der Sensenmann ) und erlöst Geist und Seele eines Menschen vom Körper, von der irdischen Gebundenheit.


Eine Energie sucht sich die passenden Menschen, um sich zu offenbaren, das zeigt sich unter anderem bei den Geburtshoroskopen der Entdecker der Kernspaltung .
Otto Hahn (geb.am 8.3.1879 um 23.45 Uhr in Frakfurt am Main) hat den Pluto auf dem Algol- Punkt, Jupiter im Wassermann bei 26°14' im Quadrat zum Algol und Chiron bei 5°16' im Stier, also Spiegelpunkt zum Algol.
Wernher von Braun (geb. am 23.3.1912 um 9.12 Uhr in Wirsitz) hat den Mond auf dem Algol- Punkt, den Chiron auf dem Finsternis- Punkt und den Saturn bei 17°11' im Stier, also im Quadrat zum Finsternis- Punkt.
Bei der ersten Uran- Spaltung durch Otto Hahn und Strassmann am 17.12.1938 um 16.11.Uhr in Berlin stand der Mars bei 3°32' im Stier, also Spiegelpunkt vom Algol, der Jupiter bei 27°49' im Wassermann, also Quadrat zum Algol, Uranus bei 14°22' im Stier, also Quadrat zum Finsternispunkt, und Pluto bei 1°06' im Löwen, also gerade noch im Wirkungsbereich des Spiegelpunktes vom Algol.
Bei der ersten kontrollierten atomaren Kettenreaktion durch Fermi am 2.12 1942 um 15.25 Uhr in Chicago stand der Aszendent auf Algol und das MC auf 2° 26' im Wassermann, also Spiegelpunkt vom Algol.
Beim ersten Atombombentest am 16.7.1945 in Alamogordo / USA um 5.30 Uhr stand Mars auf dem Algol. Astrologisch bedeutsam ist immer der erste Augenblick eines Ereignisses.
Bei den beiden Atombombenabwürfen auf die Städte Hiroshima und Nagasaki stand die Sonne auf dem Finsternispunkt, exakt am zweiten Datum, dem 9.8.1945.
Als Adolf Hitler am 30. Januar 1933 um 11.15 Uhr vom Reichspräsidenten Hindenburg die Ernennungsurkunde zum Kanzler des Deutschen Volkes in Empfang nahm, stand der Aszendent exakt auf dem Algol, bei 26° Stier. Dieser Augenblick war der Beginn des dritten Reiches und der Beginn der Herrschaft Hitlers .

Plutonische Themen und Algol- Themen sind außer der Atombombe noch:
- Massenphänomene, besonders seit 1930: z.B. Massenaufmärsche, Massenvernichtungsmittel, Massenepidemien -
- Krebserkrankungen
- Berühmtheit
- Zwanghaftes Denken und zwanghaftes Verhalten
- die Transformation durch den Tod
- gefühlsmäßige Abgründe der Menschenseele wie Gier, Hass, Neid,  Rachegelüste u. ä.
- Erdöl
- Macht, Machtmissbrauch
- die dunkle Seite der Sexualität wie Perversionen, Entartungen und sexueller Missbrauch, außerdem:
- viel Geld; nicht Geld an sich als Tauschmittel, sondern viel Geld als Mittel der Macht.
- Im Körperlichen entspricht Pluto den Sexualorganen und dem Zelltod.
Man muss sich nur einen Krimi ansehen, da lernt man am schnellsten, was die Wirkungsebenen von Pluto sind.
Katastrophen, die ich im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 sehe, sind vor allem Bombenanschläge und Selbstmordattentate in Jerusalem und Palästina.
Das Gründungshoroskop des Staates Israel am 14. Mai 1948 ist fast deckungsgleich mit den erwähnten schwierigen Aspekten der Sonnenfinsternis. Der Mondknoten steht bei 13°41' im Stier im Quadrat zum Finsternispunkt, die Sonne bei 23°40' im Stier, also nahe beim Algol, der Mond bei 4°38 im Löwen, also Spiegelpunkt vom Algol, Pluto bei 12°38' im Löwen und Saturn auf 16°24' im Löwen, also beim Finsternispunkt, Mars bei 28° im Löwen, also im Quadrat zum Algol, Chiron bei 21°24' im Skorpion und schließlich Lilith (wie der Mondknoten auch kein Planet, sondern ein berechenbarer Punkt im Kosmos, der mit Tod und Zerstörung einhergeht) bei 22°26' im Wassermann.


Wir müssen uns wohl mit der Vorstellung anfreunden, dass das geweissagte Neue Jerusalem kein Ort ist, sondern ein Zustand, ebenso wie das Paradies ein Zustand ist und kein Ort.

Wir müssen durch die Dunkelheit hindurch, um zum Licht zu gelangen, und man kann die Erfindung der Atombombe als die Manifestation des Bösen, als die größte Herausforderung an die Menschheit betrachten, ausgedrückt durch die Algol- Energie und durch den Planeten Pluto. Unsere menschliche Intelligenz ist nun bis zu dem Punkt vorgedrungen, an dem es möglich ist, dass wir uns selbst mitsamt unserem schönen Planeten Erde gleich mehrfach auslöschen könnten. Nun sind wir aber auch mit unserer inneren Entwicklung, mit unserem menschlichen Bewusst- Sein soweit gekommen, dass wir die Verantwortung für die irdische Schöpfung übernehmen können.


In Übereinstimmung mit den Sonnenfinsternissen im Zeichen Löwe stehen außerdem folgende Katastrophen:
Die schrecklichen Ereignisse des zweiten Weltkrieges in den letzten circa zweidreiviertel Jahren
Die Sturmflut in Hamburg vom 17. Februar 1962
Der Bau der Berliner Mauer zwei Tage nach der Sonnenfinsternis
Das Erdbeben in Izmit am 17. 8. 1999
Das Erdbeben in Athen am 7.9.1999
Das Erdbeben vom 12.11.1999 in Düzce
Der Tsunami am 26.12 2004 und viele andere schlimme Ereignisse.
Die Anschläge auf die Zwillingstürme und das Pentagon am 11. 9. 2001 sind durch den vorhergehenden Neumond am 18.8.2001 als äußerst dramatisch zu erkennen.


In jedem Neumond liegt keimhaft angelegt, was sich in den zwei Wochen davor ereignen wird ( und es ist schon im voraus spürbar) und ebenso in den Wochen nach dem Neumond, dabei ist die Wirkung in den Tagen um den Vollmond ( also zwei Wochen nach dem Neumond) besonders stark.

Am 18.8.2001 in New York war der Neumond auf 26° Löwe, und damit exakt im Quadrat zum Algol, außerdem war Pluto an der Häuserspitze zum achten Haus, dem Haus des Todes und Saturn, der Planet des Karma in genauer Opposition zum Pluto, und diese beiden Planeten gemeinsam machen die Aussage: leidvoller, schwerer Tod , dramatischer Abschied vom Leben.

Am Tag des Anschlags - 11. September 2001 -  stand die Venus auf dem Finsternispunkt bei 18° Löwe. Die Venus als Herrscher vom Zeichen Stier (Geld und Besitz) und die beiden Übeltäter Saturn und Pluto auf der Achse zweites Haus ( Stier- Haus: materielle Werte) und achtes Haus ( Haus des Todes, der Transformation und des Geldes anderer) zeigen an, dass es bei dem schrecklichen Attentat auch um eine grundlegende Transformation unserer Haltung zu Geld, Besitz und Macht geht.
Doch - wie gesagt - ist auch jeder einzelne betroffen, der im eigenen Geburtshoroskop auf den entsprechenden Graden plus / minus zwei Grad Abweichung einen Planeten oder eine Häuserspitze aufweist, also zwischen 2° und 6° und / oder zwischen 24° und 28° bei den vier Zeichen des fixen Kreuzes Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann.

Der stärkste Bezug findet sich zu persönlichen leidvollen Dramen und zu Krebserkrankungen.

Hier ist zu beachten, dass Plutos körperliche Entsprechung auch die Transformation der Zelle ist. Gesund ist eine Zelle nur, wenn sie sich regelmäßig erneuern kann.
Doch bedenken wir, dass das Böse in der Welt ist, damit wir es erkennen und überwinden können, und dies geschieht durch Bewusstseinsarbeit.
Freud und Jung haben zeitgleich mit unterschiedlichen Schwerpunkten die Tiefenpsychologie entwickelt und den Weg nach innen aufgezeigt durch den 'königlichen' Weg der Traumanalyse und durch die Bewusstmachung der in uns allen verborgenen seelischen Urkräfte, die Archetypen.

In der Folge kam es im Zuge der New Age- Bewegung zu einer Revolution der Therapieformen, über die Humanistische Psychologie, die Ganzheits- und Gestalttherapie, verschiedene Methoden aus dem Zen- Buddhismus, verschiedene Formen der Bewusstseinserweiterung durch Trance und Tiefenmeditation aus dem indischen und asiatischen Raum und dem Schamanentum bis hin zum Familienstellen durch Hellinger u.v.m.
Alle diese teils uralten wiederentdeckten, teils neuen Therapieformen haben das eine Ziel: Bewusstseins-Erweiterung und Erhellung. Sie wollen den Menschen helfen, sich selbst zu erkennen und zu verstehen, sich selbst anzunehmen, um dadurch Verzeihen und Versöhnung möglich zu machen.
Dies ist die Chance, die in der Gegenkraft des Lichtes liegt zu den großen Katastrophen, den radikalen Säuberungsaktionen, die die Erde jetzt durchläuft, dass jeder Mensch an sich selbst arbeitet und seine eigenen Abgründe erkennt, damit er sie bekämpfen kann. Nur so kann die Herrschaft über die eigene Triebnatur erlangt werden, über die eigenen seelischen Abgründe, erst danach kann sich unsere göttliche Natur offenbaren.
Wie Novalis sagt:" Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und die Zukunft".

In einer Weissagung heißt es, dass zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Luzifer losgebunden wird. Luzifer ist ein Name für den Teufel, eine weibliche Teufelsgestalt. Man beachte aber, dass im Namen Luzifer das Licht steckt. Die Übersetzung von Luzifer lautet: Licht machen, Licht anzünden.

Von uns hängt es ab, wie die Entwicklung weitergeht, ob es dunkel wird oder licht. Himmlische Heerscharen stehen bereit, um uns zu helfen, um uns anzuheben auf eine neue, höhere Bewusstseinsstufe.
Licht und Schatten gehören immer zusammen. Von einem bestimmten Bewusstheitsgrad an ist es möglich, alles zu wandeln, alles zu transzendieren.


Zum Schluss noch ein paar Worte von Gustav Meyrink, dem großen Visionär, der in seinem Roman 'Das grüne Gesicht' seinen Einweihungsweg und sein Erwachen, inmitten einer großen Katastrophe, beschreibt. Sein Weg nach Innen und seine Liebe zu einer Frau, über den Tod hinaus, hatte seine Wandlung herbeigeführt.

„Er erkannte deutlich die kahlen schmucklosen Wände seines Zimmers, und doch waren es zugleich die Wände eines Tempels, mit Fresken ägyptischer Göttergestalten bemalt; er sah die hölzernen Dielen des Bodens, und zugleich waren es steinerne Tempelfliesen, - zwei Welten durchdrangen einander - in eine verschmolzen und doch voneinander getrennt - vor seinem Blick, als sei er wach und träume in ein und derselben Sekunde; er fuhr mit der Hand über den Kalk der Wand, fühlte die rauhe Fläche und hatte dennoch die untrügliche Gewissheit, dass seine Finger eine hohe goldene Statue berührten, die er als die Göttin Isis, auf einem Throne sitzend, zu erkennen glaubte.

Ein neues Bewusstsein war zu seinem gewohnten menschlichen, das er bisher besessen, dazu getreten - hatte ihn mit der Wahrnehmung einer neuen Welt bereichert, die die alte in sich schlang, berührte, verwandelte und dennoch auf wunderbare Weise fortbestehen ließ.

Sinn für Sinn wachte doppelt in ihm auf - wie Blüten, die aus Knospen hervorbrechen.

Schuppen fielen ihm von den Augen: wie jemand, der ein ganzes Leben hindurch alles nur in Flächen wahrgenommen hat und dann mit einem Schlage eine räumliche Gestaltung sich daraus bilden sieht, konnte er lange nicht fassen, was sich begeben hatte.

Allmählich begriff er, dass er das Ziel des Weges, den zu Ende zu gehen der verborgene Daseinszweck jedes Menschen ist, erreicht hatte: ein Bürger zweier Welten zu sein ---

...'Helft, wie ich, den kommenden Geschlechtern ein neues Reich aus den Trümmern des alten wieder aufzubauen' fühlte er einen Gedanken, als sei es die Stimme Chidhers, sagen, 'damit die Zeit anbricht, in der auch ich wieder lächeln darf.'

Das Zimmer und der Tempel waren gleich deutlich geworden.---

Wie ein Januskopf konnte Hauberrisser in die jenseitige Welt und zugleich in die irdische Welt hineinblicken und ihre Einzelheiten und Dinge klar unterscheiden: er war hüben und drüben ein lebendiger Mensch.

 

Letzte Änderung:
October 11. 2017 13:12:40