Astrologisch-psychologische Beratung als Weg zum Verstehen




'Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum Gruße der Planeten, so musst du sein,  d i r  kannst du nicht entflieh'n. So sprachen schon Sibyllen, so Propheten, und keine Macht und keine Kraft zerbricht geprägte Form, die lebend sich entwickelt.'            (Johann Wolfgang von Goethe)
Wer den Pilgerpfad des spirituellen Suchers betritt, beginnt mit der Frage:

Wer bin ich?

Bin ich mein hübsches, glattes Gesicht, bin ich meine Falten oder mein graues Haar? Bin ich meine Intelligenz oder werde ich durch das definiert, was ich nicht weiß? Bin ich der gute, treusorgende Familienmensch oder bin ich der einsame, alleinstehende Einsiedler? Bin ich die dynamische, energiespendende Frau, von deren Kraft andere sich nähren?  Bin ich mein dickes Bankkonto oder der arme Schlucker, der nichts besitzt?

Womit identifizieren wir uns, was halten wir selbst für das Wesentliche tief innen? Sind wir überhaupt damit in Kontakt, mit diesem Selbst?

Und was ist das: Das wahre Selbst?

In meiner astrologischen Arbeit der letzten 29 Jahre war es immer mein höchstes Bestreben, dem Suchenden zu vermitteln, dass er in seinem So- Sein rückhaltlos von mir angenommen wird, dass ich ihn begleite auf seinem Weg zu sich selbst, zu dem, was die Inder das 'Atman' nennen, dass er Vertrauen haben darf, dass er sich im Gespräch öffnen kann ohne Angst vor meiner Wertung oder gar vor meinem Urteil.

Dabei kann der Klient die beglückende Erfahrung machen, dass die vielen Umwege und Irrwege, die er gehen musste, tatsächlich seine eigenen Wege sind, denn diese Wege waren vom Kosmos schon vorgezeichnet. Es waren seine Herausforderungen, an denen er wachsen konnte. Die größten Krisen und das schlimmste Scheitern sind immer auch die größten Wachstumschancen.

Das Horoskop zeigt aber auch die Grenzen an, eben das, was Schicksal genannt wird, die Grenzen des Machbaren, jedoch: auch das Gewahr- Werden der eigenen Grenzen kann entlastend und heilend sein, wenn z. B. unsinnige, von außen auferlegte Ziele als falsch erkannt und fallengelassen werden können.

Viele von uns tragen eine schwere Last auf ihrer Schulter, solange sie versuchen, den Erwartungen ihrer Mitmenschen zu entsprechen.

Viele plagen sich mit Schuld und Scham, die sie im Laufe der Jahre auf sich geladen haben.

Nicht jeder von uns ist ein 'Macher' in der Welt 'da draußen' oder 'da oben'.

Viele von uns hüten große Schätze im Inneren (nicht immer erkennbar für die Umwelt), einige von uns  können etwa liebevoll geben und versorgen oder andere versöhnen und Frieden und Harmonie schaffen, einige können durch ihre reine Anwesenheit heilend wirken, viele haben verborgene Potentiale, etwa einen 'grünen Daumen', manche verfügen über magische Fähigkeiten und Spezialbegabungen, auch solche, die sich eventuell erst spät im Leben entfalten.

In gewisser Weise ist jeder von uns ein Genie (denn jeder von uns hat den Uranus, den Planeten der Genialität, irgendwo in seinem Radix).

Die Welt ist bunt, und der Kosmos hat unendlich viele Schätze verschenkt, ebenso wie die Vielfalt in der Natur unüberschaubar reich und vielfältig ist, so auch der Mensch mit seiner inneren Schönheit, seinen Anlagen und Talenten, Herausforderungen, Zielen.

Unendlich wertvoll ist jedes Individuum, jeder einzigartig, jeder ein Wurf in Richtung Vollendung und Vollkommenheit der Schöpfung.

Wir sind wunderbare Wesen, gewoben aus Licht und reiner Liebe.

Jeder von uns trägt den göttlichen Funken des Schöpfers in sich.

Wir sind reines Sein, reines Bewusstsein.

Es ist gar nicht möglich, den Wert eines Menschen zu überschätzen.

Diesen Selbstwert zu vermitteln ist das Hauptanliegen meiner Beratung.

Dabei verwende ich das Geburtshoroskop wie ein Werkzeug, das der Schöpfer uns anvertraut hat.

Dieses Werkzeug kann bei richtiger Anwendung die Erfüllung der Forderung ermöglichen: 'Werde, der du bist!'

Das Radix kann zu tiefer Selbst- er- kenntnis führen, zu umfassendem Verstehen und damit zur Annahme des eigenen kosmischen Auftrags, zum Annehmen und 'Sich selbst verzeihen' und ' Sich mit sich selbst versöhnen'.

Ich möchte dem Klienten vermitteln, dass es für ihn das Beste ist, wenn er zu dem Original wird, das sein Höheres Selbst gemeint hat.

Ein Einzelhoroskop macht circa 120 Einzelaussagen, und es ist nicht damit getan, dass ich die einzelnen Punkte aufliste und abhake.

Der Suchende braucht Zeit, er / sie muss ich in sich hineinhorchen, welche Resonanz es in ihm hervorruft, was ich ihm über sein Geburtshoroskop vermitteln kann.

Beispielweise sollte sich ein Klient mit Mars in den Fischen beobachten, wie er im Alltag mit dieser Energie umgeht, wo und wann er spürt, dass er nicht direkt seine Ziele anpacken kann, dass er bei der Durchsetzung seiner Pläne lieber indirekt und zaghaft vorgeht und die direkte Konfrontation meidet.

Welche neuen Einsichten ihm bei dieser Selbstbeobachtung kommen, können wir dann bei der nächsten Sitzung besprechen und gemeinsam erarbeiten, welche anderen Ausdrucksformen es noch für seinen Fische- Mars gibt und welche Hilfen andere Aspekte zum Mars noch geben.

Dabei wird das Geburtshoroskop wie ein Kompass verwendet auf dem Weg nach innen.

Dieser Prozess der Selbst- Erkenntnis und der Selbst- Bewusstwerdung ist ein schwerer, intensiver seelischer Arbeitsprozess und benötigt Zeit.

Es reicht nicht, sich einen Computerausdruck schicken zu lassen, sich über die positiven Aussagen zu seinen Fähigkeiten und Anlagen zu freuen und bei den kritischen Punkten zu denken: 'Es wird schon nicht so schlimm sein', und das Horoskop dann mitsamt Text in die Schublade zu legen und zu vergessen.
Ich betone den Faktor Zeit so sehr, da ich beobachte, dass im Zeitalter der knappen, kurzen Mails und SMS und 'Coffee to go' immer weniger Menschen sich die Zeit nehmen, den Weg nach innen zu gehen.

Die Muße und die Ernsthaftigkeit der Suche fehlen, und diese fehlende Bereitschaft, sich die notwendige Zeit für die Selbsterforschung zu nehmen, ist eine der ersten deutlich unguten Auswirkung der schnellen, jedoch oberflächlichen Kommunikation im Zuge der technischen Revolution und speziell des Computer- Zeitalters.

Es zeigt, dass die Menschen jetzt- zu Beginn des Wassermann- Zeitalters - noch nicht die Reife besitzen, um mit den rasend schnellen  modernen Formen der Kommunikation umzugehen.

Wenn ich einen Menschen er-kenne, dann habe ich ein viel tieferes Wissen über ihn, als wenn ich ihn kenne. Wenn ich meinen Nachbarn kenne als Herrn Sowieso mit Alter, Beruf, Familienstand, Kinderzahl usw., dann kenne ich ein paar äußere Fakten von diesem Menschen, die mir helfen, ihn einzuordnen, dann kenne ich ihn als Person, so wie er er- scheint, wie er also zu sein  s c h e i n t.

Aber wer ist er in Wirklichkeit, was ist sein Wesen, was das Wirkliche und Wahrhaftige dieses Menschen?

Was liegt hinter der Maske, als die sich die Person ausgibt? Was ist sein wahres Selbst?

Wenn ich einen Menschen er-kannt habe, dann habe ich auf den Grund seiner Seele geblickt, dann habe ich von seinem Wesenskern etwas in mich aufgenommen, dann habe ich ihn verstanden.


Die Vorsilbe 'er' verstärkt in der deutschen Sprache die Aussage des Stammverbums.

Diese Art des Verstehens ist eine hohe Form der Liebe.

Dieses Verstehen heißt: den Menschen annehmen mit allem, was zu ihm gehört, und es führt dazu, dass wir nicht mehr urteilen können und erst recht nicht mehr verurteilen können.

Der Philosoph Wilhelm Dilthey sagte einmal: 'Die Natur er- klären wir, das Seelenleben verstehen wir.'

Und er definierte das Verstehen als das bedingungslose, vollkommen vorurteilsfreie, gefühlsmäßige 'Sich-Hinein- Versetzen' in die Person des anderen.

( Ich sehe mich als in der Tradition der Ganzheits- und Gestaltpsychologie stehend, aus der sich die heutige sogenannte Humanistische Psychologie entwickelt hat.)

Das Er- klären ist also die Vorgehensweise der Naturwissenschaften, es ist analytisch.

Das Verstehen sollte die synthetische Methode der Geisteswissenschaften sein, und das ist, wie ich meine, - geistig- seelische Schwerstarbeit, immer aber ein langer Prozess.

Aber: Diltheys Ansatz wurde kaum weiterverfolgt, nur ein paar kleinere Strömungen innerhalb der Psychologie verfolgten Diltheys Bemühungen.

Die Gestaltpsychologie sieht den Menschen als Ganzheit, sein Wesen ist mehr als die Summe seiner Teile.

Die Akademische Psychologie hat - in ihrem Bemühen, als ernstzunehmende Wissenschaft zu gelten - eine 'Psychologie ohne Seele' etabliert mit dem Schwerpunkt      'Behaviorismus' und Verhaltensforschung, wollte eine Naturwissenschaft sein und hat nur gelten lassen, was messbar ist.

So ist sie in eine Sackgasse geraten und kann den Menschen, die seelische Probleme haben oder die auf der Suche nach Selbsterkenntnis sind, nur wenig Antworten geben.

Als Folge davon bekommen etwa seelisch kranke Menschen Medikamente und / oder werden ausgegrenzt dadurch, dass sie wie Verbrecher hinter Gittern eingeschlossen werden.

Dadurch werden sie in ihrem Selbstbild als 'krank' und 'anders' bestätigt und verfestigt.

Auf ihrer Stirn steht die Diagnose: neurotisch oder psychotisch, wahnkrank, schizophren oder depressiv, und ihre Einsamkeit wird immer größer.

Niemand ist dann da, der versteht, niemand, der liebevoll den Menschen in seinem So- sein annimmt, obwohl dies die größte Sehnsucht von seelisch kranken Menschen ist.

Diese Ausgrenzung der seelisch leidenden Menschen hilft ausschließlich den sogenannten Gesunden, den 'Normalen'.

Durch diese Ausgrenzung können sie ihre Angst vor der eigenen 'Abnormität', vor der eigenen ' Verrücktheit', vor dem eigenen Anderssein besser beherrschen, wenn die offensichtlich 'Irren' hinter Gitter kommen.

Die Psychiatrien sind voll von medial begabten Menschen, von Hellsichtigen, Hellfühlenden, Hellhörenden, die uns viele bedeutsame Botschaften von anderen Seinsebenen mitteilen könnten, deren Ich aber nicht stark genug ist, um mit dieser Begabung umgehen zu können und die nicht darin bestärkt werden, diese Mitteilungen ernst zu nehmen.

(Siehe zu dieser Thematik auch meinen Text zur Astro- Medizin und mein Kursangebot zu 'Astro- Medizin' bzw. zu Astrosomatik, das die Einheit von Körper, Geist und Seele zum Thema hat!)

Wir unterscheiden uns nicht so sehr durch das, was ist, sondern wir unterscheiden uns durch den Grad der Bewusstheit. Und wenn wir eines Tages diesen Körper wieder ablegen, so ist Bewusstsein alles, was wir mitnehmen in die Geistige Welt.

Deshalb ist Auf- Wachen!  und Wach- Sein so unendlich wichtig. 

Bewusstseinsarbeit ist das, was zählt.  Bewusst- Sein ist das, was bleibt.

Das Horoskop wertet nicht. Der Fische-Mars ist nicht besser oder schlechter als der Widder- oder der Zwillinge- Mars. Die Qualität der Energie ist anders, wir können sie uns bewusst machen und danach streben, sie auf dem höchstmöglichen Niveau zu leben. Dies ist die Chance des spirituellen Suchers.

Ich grüsse Euch alle, meine Schwestern und Brüder im Geiste.

Helga Biebers


030/ 39743522